Datensicherung in ein Rechenzentrum - eine gute Alternative?

26.09.2016 | Artikel
Tipp

Das Thema Datensicherung ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln.

Mal ganz ehrlich: Läuft Ihre Sicherung? Wenn ja, wie sicher wissen Sie es?

Unsere Erfahrung aus der Praxis ist es, insbesondere für Unternehmen, absolut unabdingbar eine funktionierende Datensicherung in der Hinterhand zu haben, auch wenn alles läuft.

Immer wieder hört man in Gesprächen von Sicherungen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht nutzbar waren. Selbst wenn das Sicherungsprotokoll darüber informiert und alles „auf grün“ steht, sollte diese Information nicht bedenkenlos hingenommen werden.

Dies gilt generell und immer, unabhängig vom Sicherungssystem und Sicherungsziel(-medium).

Eine perfekte Datensicherung, die keine Aufsicht benötigt, gibt es nicht. Es gilt hingegen ein Datensicherungskonzept zu finden, das eine möglichst hohe Sicherheit und eine möglichst geringe Angriffsfläche für Störeinflüsse bietet.

Nachteile medienbasierter Sicherungen
Insbesondere existieren bei Sicherungen auf externe Medien im eigenen Büro einige Störeinflüsse, die nicht abzustellen sind. Dies sind einerseits Defekte am, oder der Verlust eines Mediums, andererseits ist der menschliche Faktor ein weiterer ausschlaggebender Punkt. Medien müssen regelmäßig gewechselt werden, Bandsicherungen benötigen regelmäßige Reinigungsläufe. Selbst bei gewissenhaftem Personal fallen hier Sicherungen durch Feiertage, Krankheit oder Urlaub aus, oder es wird versehentlich (oder absichtlich) das falsche Medium gegriffen.

Wo also die Daten lassen? Medien müssen möglichst brandsicher gelagert werden, regelmäßig im Zugriff sein, und sollten trotzdem weit vom Server(-raum) entfernt stehen. Alles in allem sehr unpraktisch für die zuständigen Mitarbeiter.

Vorteile medienbasierter Sicherungen
Die Vorteile einer Inhouse-Sicherung liegen dabei nahe: Die Daten sind im eigenem Haus, externe Personen haben darauf keinen Zugriff und man hat keine laufenden Kosten. Große Datenmengen können relativ problemlos gesichert und wiederhergestellt werden.

Hohe Kosten
Je nach Sicherungskonzept, Hard- und Software fallen hierbei in der Regel relativ hohe Kosten an. Oftmals wird Sicherungssoftware in der Grundausstattung für relativ günstiges Geld verkauft. Benötigt man jedoch erweiterte Möglichkeiten wie die Online-Sicherung von Datenbanken, virtuellen Maschinen oder möchte man regelmäßig mit Updates versorgt werden, so gibt man allein für die Software schnell einen vierstelligen Betrag aus.

Hinzu kommen die Kosten für die Hardware und Medien. Auch hier sind sie erfahrungsgemäß sehr schnell im vierstelligen Bereich, wenn man alleine schon ein 14-tägiges rückwirkendes Backup vorhalten möchte.

Bestenfalls hat ein Unternehmen noch geschultes Personal für die Einrichtung, in der Regel fallen hier jedoch ebenfalls weitere Kosten an. Kosten, die insbesondere für kleine Unternehmen schnell zu groß werden.

Die Gefahr ist groß, die Sicherung der Daten nur halbherzig bis gar nicht durchzuführen. Ganz schnell ist im Falle eines Datenverlusts der gewohnte Arbeitsablauf nicht mehr möglich, was schnell negative Konsequenzen für den Betrieb und die Kundschaft nach sich zieht.

Was also tun? – Cloud-Backup als Alternative
Eine gute Alternative hierzu ist die Sicherung in „die Cloud“, oder besser gesagt, in ein Rechenzentrum.

In der Regel stößt man hier auf Widerstand, was wir gut nachvollziehen können. Fragen wie zur Sicherung großer Datenmengen, rechtliche Aspekte, der schnelle Zugang zur Sicherung im Bedarfsfall, Skalierungsmöglichkeiten, oder auch Fragen, was mit den Daten nach Beendigung eines Vertrages passiert, sind essentiell. Ebenso steht zu guter Letzt auch die Kostenfrage im Raum.

All dies sind Fragen, die bei der Entscheidung äußerst ernst genommen werden müssen.

Zu viele Angebote
Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Angeboten, die alle versprechen, Ihre Daten zu sichern. Zu vielen gibt es Tests und Listen mit Vor- und Nachteilen. Eine Entscheidung zu treffen fällt schwer.

Hohe Anforderungen
Da wir die Online-Sicherung als alternative Lösung für wichtig und sinnvoll halten, haben wir uns hierzu länger beschäftigt.

Insbesondere ist uns ein Szenario besonders wichtig: Der komplette Hardware-Ausfall eines zentralen Servers und dessen betriebsbereiter Wiederherstellung.

Auf die Frage, welche Konzepte bestehen, um aus einer Sicherung möglichst schnell einen betriebsbereiten Server wiederherzustellen, gibt es in der Regel die eine Antwort: Man muss neue Hardware zur Verfügung stellen und kann dann (je nach Datensicherung) bestenfalls das komplette Betriebssystem mit Daten wiederherstellen – sofern eine sogenannte Bare-Metal-Sicherung überhaupt angeboten wurde.

Nachteile vieler Anbieter
Rechnet man nun mit einer Serverdatenmenge von 500GB (und das ist nicht viel!) und einer einigermaßen schnellen 50Mbit-Leitung, so dauert allein das Herunterladen der Daten bei durchgehend voller Geschwindigkeit und ohne Auftreten von Problemen rund einen Tag.

Dazu kommt die Zeit, in der neue Hardware angeschafft werden muss, auch dies dauert oftmals durchaus einige Tage, je nach Verfügbarkeit passender Hardware.

Ein großer Nachteil der Online-Sicherung ist also (erstmal) ein Totalausfall des Servers, welcher schnell in der Arbeitsunfähigkeit des Unternehmens endet.

Kleine Haken
Bei vielen Angeboten sollte man genauer hinschauen. Angebote wie SkyDrive von Microsoft, HiDrive von Strato, DropBox und Ähnliches sind keine Backup-Lösungen! Sie bieten lediglich Speicherplatz für Dateien.

Spezialisierte Backup-Lösungen sind entsprechend konfigurierbar und bieten die typischen Möglichkeiten von üblicher Backup-Software. Darüber hinaus sind diese auch auf das langfristige Sichern von Daten ausgelegt.

Besonders deutlich wird die Zielgruppenauslegung in verschiedenen Werbetexten. Wenn hier von „der geliebten Musiksammlung“ oder dem „Photoalbum“ gesprochen wird, hat dies sicherlich einen hohen ideellen Wert. Unternehmensdaten, ggf. mit persönlichen Kundendaten, sind jedoch anders zu bewerten, besonders mit Blick auf den Datenschutz.

Standort der Sicherung
In vielen Übersichten sind die Serverstandorte der einzelnen Anbieter aufgelistet. Oftmals befinden diese sich nicht in Deutschland. Ebenso ist häufig das Unternehmen selbst kein deutsches, was datenschutztechnisch äußerst bedenklich ist. Sollte z. B. ein US-Anbieter nicht garantieren, dass die Daten den Raum der EU nicht verlassen, auch wenn die Server in Deutschland stehen, so können US-Behörden die Datenherausgabe anordnen. Das ist aus unserer Sicht ein absolutes No-Go.

Speicherung der Daten und Absicherung der Übertragung
Auffälligkeiten sehen wir im Bereich der Datenverschlüsselung. Die meisten Anbieter verschlüsseln die Daten bei der Übertragung, allerdings nicht unbedingt mit den aktuell sichersten Methoden. Darüber hinaus sollten diese natürlich auf deren Server ebenso verschlüsselt abgelegt werden, was auch nicht bei jedem Anbieter der Fall ist. Antworten auf solch wichtige Fragen zu erhalten ist nicht immer ganz einfach. Wir halten diese Intransparenz für keine gute Basis bei einer Zusammenarbeit in so einem sensiblen Bereich.

Insbesondere zu Zeiten, in denen Geheimdienste Daten im großen Stil abgreifen – und das sind mehr als nur die NSA oder GCHQ aus Großbritannien – ist Vorsicht geboten.

Also lieber kein Cloud-Backup? – Es gibt eine durchaus praktikable Lösung.
Wir haben nun eine Lösung im Portfolio, die selbst uns überzeugt hat: Die TERRA CLOUD mit der SaaS-Backup-Lösung.

Die wichtigsten Fakten:

  • Die TERRA CLOUD GmbH ist ein deutsches Unternehmen und unterliegt den deutschen Datenschutzgesetzen.
  • Das Rechenzentrum steht ebenfalls in Deutschland (Hüllhorst).
  • Aufgrund der Finanzkraft der WORTMANN AG, welche hinter der TERRA CLOUD GmbH steht, ist es sehr sicher, dass das Rechenzentrum langfristig betrieben wird. Die Gefahr durch eine Insolvenz ist äußerst unwahrscheinlich.
  • Klare Kommunikation über die Funktionsweise der Technik und der Datenhaltung. Die Daten werden AES-Verschlüsselt übertragen und ebenfalls AES-Verschlüsselt im Rechenzentrum abgelegt. Das Passwort hierzu haben nur Sie. Selbst die Mitarbeiter des Rechenzentrums kommen daher an keine Daten heran.

Was ist mit großen Datenmengen?
Die erste Datensicherung kann in Ihrem Betrieb auf einen sogenannten Satelliten getätigt werden. Dieser wird im Anschluss in das Rechenzentrum geschickt und dort eingelesen. Die Daten auf dem Satelliten sind bereits verschlüsselt, so dass auch bei einem Versand per Post die Gefahr äußerst gering ist.

Weitere Datensicherungen erfolgen online, hierbei werden jedoch nur noch die Änderungen übertragen. In der Regel sind dies Datenmengen, die bei einer nächtlichen Sicherung auch mit einer Datenuploadrate von 1Mbit gut machbar sind.

Was ist bei einem Totalausfall möglich? Ich kann nicht Tagelang warten!
Und das ist der ausschlaggebende Punkt bei dieser Lösung.

Die TERRA CLOUD bietet deutlich mehr Angebote, als nur Online-Backup, diese können auch in Kombination genutzt werden.

Eines hiervon sind die IaaS-Lösungen: Sie können eine virtuelle Infrastruktur erstellen und anmieten. Dies kann ein einzelner Server sein, oder eine ganze Serverumgebung. Fällt der eigene Hardware-Server aus, so kann in kurzer Zeit ein virtueller Server aus dem Backup erstellt werden. Anders gesagt erhalten Sie eine leere virtuelle Maschine im Rechenzentrum, in die Ihr Server mit der kompletten Konfiguration wiederhergestellt wird. Da die virtuellen Server und die Datensicherung am gleichen Standort stehen, ist dies ein Vorgang der in kurzer Zeit erledigt ist. In der Regel reicht ein wenig Nacharbeit, und schon ist der Server wieder erreichbar.

Sie haben nun genug Zeit zu entscheiden, ob Sie entweder den eigenen Hardware-Server ersetzen, oder ob Sie sogar noch mehr in die Cloud verlagern.

Alternativ hierzu kann dauerhaft ein Backup-Satellit die Daten auch lokal vorhalten. Im Grunde stellt dies eine weitere Sicherheitsstufe dar: Eine Sicherung vor Ort, die schnell zugreifbar ist, gleichzeitig sorgt der Satellit für das Senden der Daten ins Rechenzentrum, also der Sicherung an einem anderen Ort.

Ist die IaaS-Lösung denn sicher?
Ja! Sie ist sogar sicherer als ein eigener Server im Büro – aus Sicht der Datensicherheit, des Zugriffs (z. B. durch Einbruch) und des Betriebes.

Die sogenannte IaaS-Umgebung ist ein privater Bereich, der völlig abgeschottet von anderen Umgebungen besteht. Die Server selbst haben keinen direkten Zugang zum Internet, sondern sind durch eine starke Firewall davon getrennt. Ein Zugang muss explizit über eine VPN-Verbindung konfiguriert werden.

Aber sowas kostet doch Geld!
Das ist richtig.

Wird hier die eigene Datensicherung gegen das TERRA CLOUD Backup gegengerechnet, verringern sich in der Regel die Gesamtkosten. Sie sparen an Ausgaben für Hardware, Medien, Software und erhalten im Gegenzug eine hochverfügbare und hochsichere Backuplösung.

Für kleinere Sicherungen reichen oftmals schon die Basic-Pakete. Hier können 50GB und maximal zwei Geräte gesichert werden. Dieses Paket ist bereits für 14,90€/Monat nutzbar. Unserer Meinung nach ist dies ein mehr als faires Angebot.

Die Standard-Pakete liegen bei 500GB und maximal 5 sicherbaren Geräten.

Und wenn ich mehr Speicher benötige?
Dann buchen Sie ein weiteres Paket hinzu. Ganz einfach die Leistungen verdoppeln. Fertig.

Spezialanwendungen, Datenbanken, Linux, …?
Es gibt einen sogenannten Agent für Windows und einen für Linux. Die Konfiguration erfolgt über die Konfigurationshomepage.

Gesichert werden können komplette Windows- und Linux-Systeme, Microsoft Exchange, Sharepoint, VMWare ESX, und auch Microsoft SQL Server, auch als Bare-Metal-Sicherung. Eine komplette lauffähige Rücksicherung des gesamten Systems ist damit gewährleistet. Es kommen hierbei keinerlei weitere Agent-Kosten dazu, auch nicht für Updates.

Und wenn im Rechenzentrum die Datenträger versagen?
Das ist ehrlicherweise sogar irgendwann wahrscheinlich. Allerdings werden in solchen Rechenzentren keine Standard-Festplatten verbaut, sondern viele Server-Festplatten in Storage-Systemen zusammengefasst. In einem solchen System gibt es bereits eine Redundanz, so dass hier einzelne Geräte ausfallen können, ohne dass der Endanwender etwas davon merkt. Darüber hinaus werden die Daten natürlich im Rechenzentrum weiter gespiegelt, sodass die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Datenverlusts gegen Null geht. Im Falle einer Tier 3-Sicherung wird die Sicherung darüber hinaus noch in ein weiteres Rechenzentrum repliziert.

Muss diese Sicherung auch überprüft werden?
Natürlich. Eine Rücksicherung muss immer mal wieder getestet werden. Ob das wirklich stattfindet, steht meist auf einem anderen Blatt, aber empfehlenswert ist es in jedem Fall.

Unser Fazit
Eine Online-Sicherung ist – richtig gemacht – eine tolle Sache. Und mit der TERRA CLOUD sicher und die Möglichkeiten der Rücksicherungen in Verbindung mit den weiteren Angeboten letztendlich unschlagbar.

Auch wenn wir Datenschutztechnisch generell sehr vorsichtig sind, können wir diese Lösung guten Gewissens als eine Alternative empfehlen.

Sollen wir nun alles umstellen?
Die Frage ist nicht ohne persönliches Gespräch zu beantworten. Sprechen Sie uns hierzu gern an – ob TERRA CLOUD Backup oder eine andere Backuplösung – wir beraten Sie hierzu gern.

Fragen, Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns!